Permakultur 2020-11-06T16:08:27+02:00

Unser Permakulturprojekt «Oase»

 

Mit grosser Leidenschaft gestalten wir zusammen unser Permakulturprojekt „Oase“ weiter, nach einer ersten Umsetzungswoche anfangs August 2020. Unser Ziel ist eine Gestaltung eines Ortes der Stille und des Rückzugs, der Fülle und der Heilung. Ein Ort der Vielfalt und gelebter Spiritualität. Schaffung ökologisch sinnvoller Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Angestrebt wird eine weitestgehende Selbstversorgung mit Gemüse, Kräuter, Obst und Pilzen.

 

Permakultur stärkt unsere Gemeinschaft

«Permakultur ist keine Methode, sondern ein Prinzip: Der Garten soll so gestaltet werden, dass ein natürliches Ökosystem nachgeahmt wird» (NZZ, 19. August 2020) Drei ethische Grundsätze sind laut Marcus Pan, Permakulturdesigner, verbindlich: Sorge tragen zur Natur, zum Menschen und zur gerechten Verteilung der Ressourcen. Unser Land stellen wir zur Verfügung, der Gartenanbau hat zum Ziel, unsere Küche mit biologischem Gemüse weitmöglichst zu versorgen. Zudem bauen wir Kurse auf, die vermitteln, wie Permakultur auch für kleinere Anbauflächen und Gärten funktioniert und ertragreich sein kann. Die erste Etappe des Projekts wurde im Sommer 2020 umgesetzt: Ein breit angelegter Gemüsegarten, mit Swales und Bewässerungsfurchen durchzogen, ein grosses Kohlenfeuer mit Kompostierungshügeln, Hecken umgürten die Plätze. Die Pro-specie-rara-Obstbäume werden im Herbst gesetzt. Eine spiralförmig angelegte Obstgemeinschaft empfängt den Besucher beim Eingang als Willkommensgruss.
Wir bieten verschiedene Permakulturwochen an: Für Helfer*innen gegen Kost und Logie oder als Einführungskurse.

 

Bevorstehende Kurse

23.-26. November 2020: Permakulturprojekt Oase – 2. Helferwoche

6.-9 April 2021: Gemüse anbauen + Trockenstein mauern (Informationen folgen)

9.-12. Juni 2021: Einblicke in die Permakultur und Yoga

2.-5. November 2021: Pflege der Obstbäume und Hecken (Informationen folgen)

 

Schaffung eines Permakulturgartens

Niklaus von Flüe ist nicht nur der Patron unseres Hauses und der Gemeinde Flüeli-Ranft sondern auch der Schutzpatron der Schweiz. Seine Geistes- und Lebenshaltung orientierte sich stark an der Natur und ihren Schönheiten. Sehr am Herzen liegen uns deswegen Themen rund um den Schutz unserer Umwelt.

Zu unserem Grundstück gehört ein grosser Umschwung. Auf einem Teil der bisher ungenutzten Fläche möchten wir eine Permakultur errichten.

Mit der Permakultur wollen wir dauerhaft funktionierende nachhaltige und naturnahe Kreisläufe erschaffen. Wir nehmen vorindustrielle, traditionelle Produktionsweisen auf, die wir mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen kombinieren. In unsere Überlegungen fliessen Bereiche wie Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung sozialer Infrastrukturen ein. Wir wollen Menschen dazu ermuntern, Lebensräume neu zu denken.

Unsere Permakultur soll unter anderem Pro Specie Rara-Baumsorten und seltene Pflanzen beinhalten. Von ihrer Biodiversität profitieren die Tier- und Pflanzenwelt sowie auch der Mensch.

Unseren Garten können interessierte Schulklassen, Jugendverbände, Familien und erwachsene landwirtschaftlich Interessierte besuchen. Besucherinnen und Besucher erhalten unter anderem Informationen dazu, wie sie Permakulturen selber anlegen und dadurch die Biodiversität aktiv fördern können (im eigenen Garten, auf dem Balkon etc.). Auch Ausbildungsstätten für Gärtner wie Interessierte aus Umweltverbänden sollen zu uns kommen. Die Menschen für die Bedürfnisse der Natur zu sensibilisieren und Wissen breit zu streuen sind wichtige Ziele unseres Projektes. Zudem motivieren wir Menschen zu einer gesunden Lebensweise.

Bewirtschaftet wird der Permakulturgarten zu einem grossen Teil von Freiwilligen – unter anderem von Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die bei der Tätigkeit im Garten Entschleunigung und Kraft finden. Zusätzlich soll die Permakultur dem zentrumRANFT Gemüse, Pilze, Kräuter und Obst bescheren, welche unser Ziel – eine nachhaltige und sowohl ökologisch–, wie auch sozial-verträgliche Bio-Gastronomie unterstützen.

Wir möchten Menschen auf Umweltthemen sensibilisieren und ihnen Permakultur-Konzepte näherbringen. Sie sollen Freude an Permakulturen erhalten und dazu animiert werden, selbst solche zu verwirklichen. Menschen jeden Alters möchten wir zudem dazu animieren, sich im täglichen Leben für Nachhaltigkeit, den Schutz der Umwelt und eine gesunde Lebensweise einzusetzen.

Zusammenarbeiten mit Hochschulen (z.B. mit der Hochschule für Technik Rapperswil HSR) sind geplant. Die Permakultur soll Forschung im Naturbereich ermöglichen.

Die Produkte des Permakulturgartens werden wir in der Küche des zentrumRANFT einsetzen. Dadurch können wir unseren Gästen die Vorzüge einer gesunden, nachhaltigen und dennoch schmackhaften Ernährung näher bringen.

Den bei uns mithelfenden Menschen in schwierigen Lebenssituationen bietet die Permakultur vielfältige und sinnvolle Aufgaben. Sie können ihre Probleme hinter sich lassen, Kraft schöpfen, sich neu orientieren und wirken gleichzeitig in einem sinnvollen Projekt mit.

 

Dieses Projekt wurde unterstützt von der Stiftung VISIO-Permacultura

 

und wurde begleitet von Akademie für Permakultur Gestaltung “down to earth”