8. Ranfter Klimagespräche:
Biodiversität – gefährdet und unverzichtbar
Seit ein paar Jahren ist der Biber zurück in der Zentralschweiz und staut mit seinen Bauten Bäche. Die entstehenden Feuchtgebiete halten bei Niederschlägen das Wasser zurück und entlasten die Flussläufe. Wo der Biber haust, ist es auch Insekten und Vögeln wohl: Die Anzahl der Arten steigt in seinem Umfeld um das Sechsfache. Arten- und Lebensraumvielfalt bilden unter dem Begriff Biodiversität die Grundlage für eine stabile uns umgebende Natur. Durch den Klimawandel verändert sich die Artenzusammensetzung, Pflanzenlebensräume verschieben sich in die Höhe – manche Arten verschwinden, manche besiedeln neue Gebiete. Wie gehen wir als Gesellschaft damit um? Wie können wir garantieren, dass angesichts dieser Veränderungen unsere Umgebung nicht aus den Fugen gerät?
Die 8. Ranfter Klimagespräche widmen sich den Fragen, inwiefern die Biodiversität helfen kann, uns an die klimatischen Veränderungen anzupassen und den Klimawandel zu verlangsamen, und welche Herausforderungen dabei bestehen. Fachpersonen skizzieren, wie sich unsere Umgebung verändert, wenn wir die Erwärmung nicht stärker begrenzen können. Wir diskutieren, welche Massnahmen die staatlichen Akteure ergreifen, um beispielsweise urbane Räume besser gegen Hitze zu schützen oder zunehmende Starkniederschläge zu handhaben. Ziel der Ranfter Klimagespräche ist es, die Zentralschweizer Akteure (Kantone, Gemeinden, Institutionen und die Bevölkerung) zu vernetzen, ihren Austausch zu stärken, Impulse zu geben und das Engagement für wirksamen Klimaschutz zu stärken.
Parallel-Panel A: Siedlungsgebiet
Mit dem Klimawandel häufend sich Hitzeperioden und Starkniederschläge, die die Lebensqualität im Siedlungsgebiet mindern. Die Biodiversität findet trotz knappem Raum in Siedlungsgebieten wichtige und vielfältige Lebensräume. Sie trägt gleichzeitig zur Dämpfung der Klimaeffekte bei. Gesucht sind daher Ansätze, die Lebensqualität, Biodiversität und den Siedlungsdruck zusammen denken.
Parallel-Panel B: Feuchtgebiete
Feuchtgebiete spielen eine wichtige Rolle für die Anpassung an den Klimawandel. Sie regulieren den Wasserhaushalt in vielfältiger Weise. Konzepte wie Schwammstadt beziehungsweise Schwammland oder die Erhaltung und Schaffung von Auengebieten zielen unter anderem darauf, Wasser zurückzuhalten, um Starkniederschläge zu puffern oder Hitze zu mindern. Wo besteht in der Zentralschweiz Potenzial und Handlungsbedarf?
Roundtable: Die Rolle der BD für die Bewältigung des Klimawandels
Welche Schlüsse ziehen die Teilnehmenden des Round table aus den bisherigen Vorträgen und Diskussionen? Wie hoch schätzen sie den Handlungsbedarf ein? Wo bieten sich «low hanging fruits», wo lohnen sich längerfristige Anstrengungen und grössere Investitionen? Wo bieten sich Chancen und Koalitionen?
TeilnehmerInnen:
Norbert Kräuchi, Leiter Abteilung Landschaft und Gewässer, Kanton Aargau
Josef Hess, Regierungsrat OW, Vorsteher Bau- und Raumentwicklungsdepartement
Romed Aschwanden, Verantwortlicher Klima und Energie, WWF Zentralschweiz
Sabine Tschäppeler, Leiterin Fachstelle Natur und Ökologie, Stadtgrün Bern
Kristina Noger, Fachleitung Freiraum, Geschäftsleitung, Planteam Luzern
PROGRAMM
FREITAG, 30. Oktober 2026
18.00 Uhr Begrüssung und Apéro, Ursula Bründler und Michael Vogel
18.30 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Biodiversität im Klimawandel. Synergien erkennen und nutzen, Jodok Guntern, SCNAT, Stv. Leiter Forum Biodiversität Schweiz
SAMSTAG, 31. Oktober 2026
08.15 Uhr Frühstück
09.10 Uhr Begrüssung und Einleitung, Tagesmoderation: Romed Aschwanden
09.15 Uhr Einführende Vorträge: Kulturlandschaften im Klimawandel: Szenarien und Bilder, Silva Tobias, Wiss. Mitarbeiterin, Eidg. Forschungsanstalt WSL
09.45 Uhr Klima und Biodiversität erzählen: Wie Literatur ökologische Verflechtungen sichtbar macht, Claudia Keller, Ass. Prof. Ecocriticism and Environmental Culture, Universität Fribourg
10.15 Uhr Die Biodiversitätsstrategie – Chance für Klimaschutz und Klimaadaptation, Norbert Kräuchi, Leiter Abteilung Landschaft und Gewässer, Kanton Aargau
10.45 Uhr Pause
11.10 Uhr Panels A und B
12.45 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Führung durch Labyrinth, Anna Poncet / Patrick Waeber
14. 45 Uhr Plenum: Bericht aus Panel A und B und Rückfragen, Urs Steiger
15.05 Uhr Roundtable
15.45 Uhr Fishbowl – Fragen und Anregungen an Verwaltung, Politik und Tagungsteilnehmende, Moderation: Urs Steiger
16.30 Uhr Tagungsrückblick, Abschluss
Eintritt:
Freitag: CHF 20.–
Samstag: CHF 60.–
Ganze Tagung: CHF 80.–
Verpflegungspreise bei Tagungen:
• Abendessen (inkl. Quellwasser) CHF 30.–
• Mittagessen (inkl. Quellwasser, Kaffee, Tee) CHF 35.–
Anmeldung
zentrumRANFT
Hubel 2, CH-6073 Flüeli-Ranft
+41 78 707 05 21
info@zentrumranft.ch
Änderungen vorbehalten.
Übersicht aller Ranfter Klimagespräche











































































